Pelle kam im Alter von 8 Wochen von einer Züchterin bei Karlsruhe zu uns in die Familie. Das kleine Wollknäuel fasste schnell Vertrauen zu uns und grub seine kleinen Welpenzähnchen schnell in alles, was in seine Nähe kam. Bald waren wir alle von roten Striemen und blutigen Kratzern übersät. Die Angst etwas in der Hundeerziehung falsch zu machen, half dabei, dass Pelles Attacken immer schmerzhafter und unsere Reaktionen immer hilfloser wurden.
Bei einem erfolglosen Versuch, den kleinen Welpenhund auf der Strasse zum weiterlaufen zu ermuntern, sprach mich Massimo an. Er erzählte mir von den Hundeverstehern und von deren Philosophie. Ich machte spontan eine erste Stunde mit ihm bei uns zu Hause aus und bald trafen wir uns auch draussen im Wald. Schnell wurde mir klar: Hier geht es weniger um Hundeerziehung als um Verhaltenstraining für den Hundehalter.
Heute kann ich sagen, dass aus dem kleinen eigensinnigen Airdale Terrier Pelle ein großer eigensinniger Pelle geworden ist, der sich aber ausgesprochen gut in unsere Familie integriert hat und von kleinen Ausnahmen mal abgesehen, absolut zuverlässig die Kommandos befolgt und viel Freude an den ihm gestellten Aufgaben hat. Ich danke den Hundeverstehern für ihre konsequente und unermütlichen Hilfe.
Langsam, glaube ich, versteher ich meinen Hund!
Hanno Dönneweg